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Matricariae chamomillae (Kamille)

Die Kamille ist eine alte Heilpflanze, deren positive Wirkung mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegt ist.

Die wild wachsende Blume stellt geringe Ansprüche an ihren Standort und ist deshalb weit verbreitet. Beginnend im Mai bildet sie ihre charakteristischen weiß-gelben Blüten aus, die sich aus zahlreichen winzigen Einzelblüten zusammensetzen. Von anderen, wirkungslosen Kamillearten unterscheidet sich die echte Kamille unter anderem durch den hohlen Blütenboden. Auch der angenehme Duft ist ein Erkennungsmerkmal.

Das Spektrum der Arzneipflanze, zu deren Anwendung stets die Blüten genutzt werden, ist groß: Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend, schützt die Schleimhäute und fördert die Wundheilung. Zudem zeigt sie sich gegen Bakterien und Pilze aktiv. Verantwortlich für die positive Wirkung ist vor allem das ätherische Öl. Die hierin enthaltenen Substanzen Chamazulen und α-Bisabolol wirken entzündungshemmend. Letzteres hemmt zudem die Pepsinsekretion im Magen. Weitere wirksame Inhaltstoffe sind die Flavonoide (vor allem Apigenin).

Die Kamille wird zum einen zur Therapie bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute eingesetzt. So hat sich ihre Anwendung zur Behandlung von akuten oder chronischen Entzündungen im Mund- und Rachenraum, etwa bei Mandelentzündungen, bewährt. Aber auch bei anderen Leiden ist die Kamille ein viel gebrauchtes Haus- und Heilmittel: Sie dient der Nervenberuhigung und lindert Beschwerden bei Magen-Darm-Erkrankungen. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich, etwa Hämorrhoiden, werden Sitzbäder mit Kamille-Extrakten empfohlen.

 

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